Bürgerinitiativen

Webmaster, 20. Juni 2008 | Allgemein

Eine Jahrhundertentscheidung

Der geplante Ausbau der B 317 und S 37 zu einer durchgehend vierspurigen Straßenverbindung über die Alpen würde gravierende Folgen für die gesamte Region entlang der Ausbaustrecke bringen. Für Generationen  würde die dramatische Zunahme des Verkehrsaufkommens mit einem überproportionalen Anwachsen des internationalen Transitverkehrs würde einen tiefen Einschnitt in die Lebensqualität der Anrainer bedeuten. Die mögliche Zerstörung macht auch nicht an den Grenzen des Ausbaugebiets halt, auch die weiterliegenden Bereiche wären in Mitleidenschaft gezogen – z.B. der ohnehin schon arg strapazierte Wörtherseeraum.

Ökologische Entwicklung stark negativ

In einer strategischen Prüfung gem. § 9 SP-V-Gesetz wurde neben dem vierspurigen Ausbau die Forcierung des öffentlichen Verkehrs, der Ausbau der Bahnstrecke, lokale Ortsumfahrungen und eine Nullvariante verglichen. Diese Prüfung fand zu dem Ergebnis, dass „im Korridor zwischen Klagenfurt und Scheifling die Errichtung einer hochrangigen Schnellstraße anzustreben sei. Als Hauptargument wird ein knapp (!) positiver Wert für den wirtschaftlichen Nutzen angeführt (Kosten-Summen-Kriterium). Doch selbst der Umweltbericht dieser strategischen Prüfung weist in den Wirkungsbereichen „Mensch-Bodennutzung, Naturraum – Ökologie, Wasser, globale Klimaauswirkung und lokale Abgasbelastung“ eine stark negative Bewertung auf. Zudem übt das  Lebensministerium harsche Kritik an der strategischen Prüfung (Verkehrsverlagerung unzureichend berücksichtigt, Berechnungsansätze im Detail unvollständig, fehlende Risikobewertung etc.), ebenso die Umweltanwaltschaft des Landes Steiermark (Umweltbericht entspricht nicht den Vorgaben, fehlende Berücksichtigung der Alpenkonvention).
Zusammenfassende Erklärung des bmvit gemäß § 9 SP-V-Gesetz

16 Bürgerinitiativen – Zehn Gemeinderatsbeschlüsse – Zehntausende Unterstützer

Nach Bekanntwerden verschiedener Trassen-Planungsvarianten im Frühjahr 2008 formierte sich in kürzester Zeit eine Vielzahl von Bürgerinitiativen zwischen Judenburg und Klagenfurt. Tausende besorgte Menschen, darunter auch ein stattlicher Anteil politisch Tätiger, vereinen sich seither unter der Devise: „Wir wollen unseren Lebensraum nicht an den Transitverkehr abgeben. Wer für einen Transitkorridor durch unsere Region eintritt schadet den Bewohnern. Nehmen wir die Verantwortung gegenüber unseren Kindern und Kindeskindern wahr – Darum keine Schnellstraße!“. In zehn Gemeinden gibt es mittlerweile eindeutige Beschlüsse „Nein zur S 37“.
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6 Kommentare zu “Bürgerinitiativen”

  1. am 21. Januar 2009 um 13:13 1.Wilhelm Wruß schrieb …

    Allen Menschen von Dürnstein bis Klagenfurt muß klar werden, daß bei den Wahlen am 1. März allen Parteien und Politikern die sich für den Autobahnbau einsetzen ein unvergesslicher Denkzettel verpaßt werden muß. Wer sich für die “Inntalautobahn durch Kärnten” stark macht hat von der Bildfläche zu verschwinden. Vor allem gilt dies für Dörfler und das BZÖ. Das nachhaltige Verhalten der anderen Parteien ist noch zu prüfen.
    Wilhelm Wruß, 9020 Klagenfurt, Walddorf 62

  2. am 6. April 2009 um 09:22 2.Wolfgang Niedermayr schrieb …

    Hallo,
    Ich bin Mitglied im Bürgerforum >>Überparteiliche Plattform gegen die WESTRING Transitautpbahn MITTEN durch Linz<>Transitlückenschluss<>David gegen Goliath<< Wir verfolgen österreichweit gesehen das gleiche Ziel: ÖSTERREICH SOLL EIN TRANSITKREUZUNGSPUNKT innerhalb der EU werden. Jedes Teilprojekt weist darauf hin.
    JEDE VERHINDERUNG würde ein FOLGEPROJEKT an Grösse schmälern oder sogar verhindern!

    vielleicht beschliesst die EU als nächstes Ziel die SPRENGUNG der ALPEN ?? Nach dem MOTTO: Freie Sicht auf das Mittelmeer ?)… an den österreichischen Politikern würde es NICHT scheitern, davon bin ich überzeugt … ;-)

  3. am 28. April 2009 um 15:36 3.Werner Steiner schrieb …

    Wie sich weltweit die Situation präsentiert, genau so ist der Ablauf in dieser Region. Da setzen sich 16 Bürgermeister dafür ein, daß zunm Nachteil der Bevölkerung die B 317 in das höhrer Strassennetz (Schnellstraßen) aufgenommen wird, nur damit sich die Frächterwirtschaft von Wien bis Klagenfurt ca. 30 km an Mautgebührer zu sparen. Wozu wurde die Südautobahn gebaut? Warum will man einen Naturpark in eine Transithölle verwandeln.
    Und nicht zuletzt; wer verdient daran, wenn diese S 37 gebaut würde.
    Der Grund für dieses Projekt S 37 ist Geld,Geld, und nochmals Geld. Die Zukunft unserer Nachfahren interessieren da niemanden, schon gar nicht Politiker.
    Leider. Die sind als Lobbyisten der Wirtschaft verpflichtet und handels auch danach.

  4. am 27. Mai 2009 um 18:12 4.Bernhard Trollertaler schrieb …

    Ich bin für den Ausbau der S37 aus folgenden Gründen:

    1. Der Ausbau der Autobahn, schafft kurzfristig Arbeitsplätze in der Region. Bau und Hilfsarbeiter für den Bau.

    2. Langfristig werden die Wirtschaftsstandorte Klagenenfurt und Judenburg gestärkt da die Infrastruktur, in dem Fall die Straße verbessert wird.

    3. Die Ortsansässige Bevölkerung der betroffenen Gemeinden haben bessere Chancen auf den Arbeitsmarkt in den oben genannten Standorten (siehe Punkt 2.) dadurch wird die Kaufkraft gestärkt was mehr Einnahmen für lokale Geschäfte bedeutet.

    4. Das Naturschutzgebiet wird durch den Ausbau kaum verändernt, denn es führt bereits eine Strasse durch das Gebiet.

    5. Dem Naturschutz wird ohnehin besser dadurch gedient da zukünftige Autos mit Elektromotoren betrieben werden.

    LINK: http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1040264

    6. Da der Verkehr ohnehin ständig zunimmt (Auch mit Elektroautos), würde der Ausbau dafür sorgen das man anstatt Stau (Stau ist vom Energiefaktor her wesentlich verschwenderischer und ineffizieter), flüssigen Verkehr bekommt. Was mit jetzigen Stand der Strasse nicht funktioniert.

    7. Weniger Verkehrstote, der jetzige Stand ist ein wirklicher Nervenkitzel vom Standpunkte des Autofahrers aus gesehen. Der Ausbau sinkt das Unfallrisiko gewaltig.

  5. am 8. August 2009 um 09:53 5.arnold hamerschak schrieb …

    Ich bin ganz klar für denn Ausbau der S37.

    Wo bitte sollen denn die 4 Millionen Autos die in Österreich angemeldet sind sonst fahren.
    Die ganze Initiative ist ja an Heuchelei kaum noch zu überbieten.
    Natürlich braucht man bei der Anzahl an Fahrzeugen eine optimal ausgebaute Infrastruktur.
    Von denn vielen Arbeitsplätzen gar nicht zu sprechen die dadurch entstehen bzw gesichert werden.

    Jeder ist doch froh wenn er so schnell als möglich von A nach B gelangt.

    Es wird auch in Zukunft wohl kaum möglich sein denn Individualverkehr einzudemmen.
    Im Gegenteil noch mehr Fahrzeuge werden die Straßen frequentieren.
    Daher muß die S37 so schnell als möglich gebaut werden

  6. am 19. Juli 2010 um 16:10 6.W.Goessnitzer schrieb …

    Warum JA zur S37…?

    1. Stinkt es in Kärnten noch viel zu wenig! Wir brauchen mehr Transit! Vielleicht bekommen die Grünen dann aus Ihrer Identitäts-Krise raus…

    2. Unsere Krankenhäuser sind nicht ausgelastet…
    Mit einer größeren Feinstaubbbelastung wäre auch dieses Problem gelöst…

    3. Die Pendler welche aus beruflichen Gründen ein Auto brauchen werden noch viel zu wenig abgezockt!!! ( Vignette, Spritpreise, Mineralösteuer, Motorbezogene Versicherungssteuer usw.)
    Wir brauchen doch noch eine zusätzliche Maut!!!

    4. Ist die Lebenserwartung in unserem schönen Bundesland viel zu hoch!!! Politiker könnten sich in Zukunft ihre unnötigen Aussagen:” Das Pensionssystem ist nicht finanzierbar…” sparen!

    5. Wir haben viel zu viel sauberes Wasser und Seen in Kärnten!!! Mit dem Bau der S37 würden wir endlich den sauren Regen bekommen, den wir uns schon seit langem wünschen… Endlich wäre unser Trinkwaaser so verseucht, daß wir das Wasser welches wir täglich zum Überleben brauchen von der Firma Nestle im Supermarkt kaufen dürfen…

    6. Wer es noch immer nicht kapiert hat welche wertvolle Bereicherung dieser unnötige Bau für unser Land wäre, dem sei ins Stammbuch geschrieben: ARBEITSPLÄTZE!!! Nicht nur beim Straßenbau werden Milliarden verdient, für den kleinen Arbeiter, der wirklich bei größter Hitze am Asphalt steht, bleibt zwar nicht viel übrig, aber die Bosse von STRABAG und CO. werden genug verdienen. Natürlich auch unsere unterbezahlten Politiker in Form von Schmier- pardon Trinkgeldern…

    Und wenn dann endlich alles zubetoniert und ruiniert ist, dann können wir ja immer noch einen Naturpark unter einer riesigen Glashaube errichten, mit Sauerstoff-Tankstellen und Kunstrasen…

    Welcher vernünftige Mensch kann da noch dagegen sein…?
    Jaja, Politiker müßte man sein, dann würde man diesen Schwachsinn, welchen uns bezahlte Werbe-Agenturen zu suggerieren versuchen auch glauben…

    Aber leider können wir nicht alle Politiker werden, denn irgend jemand muß in diesem Land auch arbeiten…

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