Bürgerinitiativen

Webmaster, 20. Juni 2008 | Allgemein

Eine Jahrhundertentscheidung

Der geplante Ausbau der B 317 und S 37 zu einer durchgehend vierspurigen Straßenverbindung über die Alpen würde gravierende Folgen für die gesamte Region entlang der Ausbaustrecke bringen. Für Generationen  würde die dramatische Zunahme des Verkehrsaufkommens mit einem überproportionalen Anwachsen des internationalen Transitverkehrs würde einen tiefen Einschnitt in die Lebensqualität der Anrainer bedeuten. Die mögliche Zerstörung macht auch nicht an den Grenzen des Ausbaugebiets halt, auch die weiterliegenden Bereiche wären in Mitleidenschaft gezogen – z.B. der ohnehin schon arg strapazierte Wörtherseeraum.

Droht jetzt die Salamitaktik?

Nachdem im November 2010 – vor allem aus Kostengründen – der Ausbau der S 37 “auf unbestimmte Zeit” vertagt wurde und das BMViT wesentliche Argumentationen der Kritiker angenommen hatte (Alpenkonvention, Transit…), ist die Transitgefahr noch keineswegs gebannt. >Weitere Infos zum Ausbaustop> Aktuell wird am Ausbau eines Teilstückes in Kärnten geplant, das eines der wesentlichen Engpässe für die Hintanhaltung einer Transitlawine bildet.
Wenn dieser S37 Vollausbau in Zwischenwässern stattfindet, dann muss allen klar sein, dass von Friesach bis St. Veit Nord weitere Auf- und Abfahrten zugesperrt werden und eine durchgehende Bemautung von Friesach bis Klagenfurt stattfinden wird. Mautflüchtlinge, vorwiegend Schwerverkehr wird das Begleitwegenetz strapazieren. Für die Verkehrssicherheit werden wir vielleicht auch einen grünen Mittelstreifen bekommen. Für den 4km langen Vollausbau in Zwischenwässern wird nun die B317 von St. Veit Nord bis Friesach Landesgrenze der ASFINAG übergeben.
Was bedeutet das für das Land Kärnten? Die S 37 – bringt keine Einsparungen für das Land. Im Gegenteil – unter dem Strich verliert das Land Kärnten aus seinem ohnehin schon angespannten Straßenbudget (auf ewig!) ca. EUR 900.000,- jährlich!

16 Bürgerinitiativen – Zehn Gemeinderatsbeschlüsse – Zehntausende Unterstützer

Nach Bekanntwerden verschiedener Trassen-Planungsvarianten im Frühjahr 2008 formierte sich in kürzester Zeit eine Vielzahl von Bürgerinitiativen zwischen Judenburg und Klagenfurt. Tausende besorgte Menschen, darunter auch ein stattlicher Anteil politisch Tätiger, vereinen sich seither unter der Devise: „Wir wollen unseren Lebensraum nicht an den Transitverkehr abgeben. Wer für einen Transitkorridor durch unsere Region eintritt schadet den Bewohnern. Nehmen wir die Verantwortung gegenüber unseren Kindern und Kindeskindern wahr – Darum keine Schnellstraße!“. In zehn Gemeinden gibt es mittlerweile eindeutige Beschlüsse „Nein zur S 37“.
weitere Informationen

Für Interesse und Unterstützung bedanken sich:

Bürgerinitiative St. Peter ob Judenburg
Bürgerinitiative Unzmarkt
Bürgerinitiative S37NeinDanke Scheifling
Bürgerinitiative Contra S 37 Niederwölz
Bürgerinitiative Teufenbach
Bürgerinitiative St. Lorenzen bei Scheifling gegen die S 37
Bürgerinitiative Lebenswerte Perchau
Bürgerinitiative Mariahof
Bürgerinitiative Neumarkt
Bürgerinitiative St. Marein bei Neumarkt
Bürgerinitiative Kulm am Zirbitz
Bürgerinitiative S37NeinDanke Friesach-Metnitztal
Bürgerinitiative Krappfeld-Althofen gegen Transit
Bürgerinitiative St. Georgen am Längsee gegen Transit
Bürgerinitiative VERKEHRT St.Veit an der Glan gegen Transit
Bürgerinitiative VERKEHRT Maria Saal gegen Transit

 
 
 

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8 Kommentare zu “Bürgerinitiativen”

  1. am 21. Januar 2009 um 13:13 1.Wilhelm Wruß schrieb …

    Allen Menschen von Dürnstein bis Klagenfurt muß klar werden, daß bei den Wahlen am 1. März allen Parteien und Politikern die sich für den Autobahnbau einsetzen ein unvergesslicher Denkzettel verpaßt werden muß. Wer sich für die “Inntalautobahn durch Kärnten” stark macht hat von der Bildfläche zu verschwinden. Vor allem gilt dies für Dörfler und das BZÖ. Das nachhaltige Verhalten der anderen Parteien ist noch zu prüfen.
    Wilhelm Wruß, 9020 Klagenfurt, Walddorf 62

  2. am 6. April 2009 um 09:22 2.Wolfgang Niedermayr schrieb …

    Hallo,
    Ich bin Mitglied im Bürgerforum >>Überparteiliche Plattform gegen die WESTRING Transitautpbahn MITTEN durch Linz<>Transitlückenschluss<>David gegen Goliath<< Wir verfolgen österreichweit gesehen das gleiche Ziel: ÖSTERREICH SOLL EIN TRANSITKREUZUNGSPUNKT innerhalb der EU werden. Jedes Teilprojekt weist darauf hin.
    JEDE VERHINDERUNG würde ein FOLGEPROJEKT an Grösse schmälern oder sogar verhindern!

    vielleicht beschliesst die EU als nächstes Ziel die SPRENGUNG der ALPEN ?? Nach dem MOTTO: Freie Sicht auf das Mittelmeer ?)… an den österreichischen Politikern würde es NICHT scheitern, davon bin ich überzeugt … ;-)

  3. am 28. April 2009 um 15:36 3.Werner Steiner schrieb …

    Wie sich weltweit die Situation präsentiert, genau so ist der Ablauf in dieser Region. Da setzen sich 16 Bürgermeister dafür ein, daß zunm Nachteil der Bevölkerung die B 317 in das höhrer Strassennetz (Schnellstraßen) aufgenommen wird, nur damit sich die Frächterwirtschaft von Wien bis Klagenfurt ca. 30 km an Mautgebührer zu sparen. Wozu wurde die Südautobahn gebaut? Warum will man einen Naturpark in eine Transithölle verwandeln.
    Und nicht zuletzt; wer verdient daran, wenn diese S 37 gebaut würde.
    Der Grund für dieses Projekt S 37 ist Geld,Geld, und nochmals Geld. Die Zukunft unserer Nachfahren interessieren da niemanden, schon gar nicht Politiker.
    Leider. Die sind als Lobbyisten der Wirtschaft verpflichtet und handels auch danach.

  4. am 27. Mai 2009 um 18:12 4.Bernhard Trollertaler schrieb …

    Ich bin für den Ausbau der S37 aus folgenden Gründen:

    1. Der Ausbau der Autobahn, schafft kurzfristig Arbeitsplätze in der Region. Bau und Hilfsarbeiter für den Bau.

    2. Langfristig werden die Wirtschaftsstandorte Klagenenfurt und Judenburg gestärkt da die Infrastruktur, in dem Fall die Straße verbessert wird.

    3. Die Ortsansässige Bevölkerung der betroffenen Gemeinden haben bessere Chancen auf den Arbeitsmarkt in den oben genannten Standorten (siehe Punkt 2.) dadurch wird die Kaufkraft gestärkt was mehr Einnahmen für lokale Geschäfte bedeutet.

    4. Das Naturschutzgebiet wird durch den Ausbau kaum verändernt, denn es führt bereits eine Strasse durch das Gebiet.

    5. Dem Naturschutz wird ohnehin besser dadurch gedient da zukünftige Autos mit Elektromotoren betrieben werden.

    LINK: http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1040264

    6. Da der Verkehr ohnehin ständig zunimmt (Auch mit Elektroautos), würde der Ausbau dafür sorgen das man anstatt Stau (Stau ist vom Energiefaktor her wesentlich verschwenderischer und ineffizieter), flüssigen Verkehr bekommt. Was mit jetzigen Stand der Strasse nicht funktioniert.

    7. Weniger Verkehrstote, der jetzige Stand ist ein wirklicher Nervenkitzel vom Standpunkte des Autofahrers aus gesehen. Der Ausbau sinkt das Unfallrisiko gewaltig.

  5. am 8. August 2009 um 09:53 5.arnold hamerschak schrieb …

    Ich bin ganz klar für denn Ausbau der S37.

    Wo bitte sollen denn die 4 Millionen Autos die in Österreich angemeldet sind sonst fahren.
    Die ganze Initiative ist ja an Heuchelei kaum noch zu überbieten.
    Natürlich braucht man bei der Anzahl an Fahrzeugen eine optimal ausgebaute Infrastruktur.
    Von denn vielen Arbeitsplätzen gar nicht zu sprechen die dadurch entstehen bzw gesichert werden.

    Jeder ist doch froh wenn er so schnell als möglich von A nach B gelangt.

    Es wird auch in Zukunft wohl kaum möglich sein denn Individualverkehr einzudemmen.
    Im Gegenteil noch mehr Fahrzeuge werden die Straßen frequentieren.
    Daher muß die S37 so schnell als möglich gebaut werden

  6. am 22. Oktober 2009 um 17:28 6.Hannes Leeb schrieb …

    Wir schützen das Kultur- und Naturgut Wolschartwald für die nachfolgenden Generationen: http://wolschartwald.blogger.de

    Facebook Gruppe “Save the Wolschart”

  7. am 19. Juli 2010 um 16:10 7.W.Goessnitzer schrieb …

    Warum JA zur S37…?

    1. Stinkt es in Kärnten noch viel zu wenig! Wir brauchen mehr Transit! Vielleicht bekommen die Grünen dann aus Ihrer Identitäts-Krise raus…

    2. Unsere Krankenhäuser sind nicht ausgelastet…
    Mit einer größeren Feinstaubbbelastung wäre auch dieses Problem gelöst…

    3. Die Pendler welche aus beruflichen Gründen ein Auto brauchen werden noch viel zu wenig abgezockt!!! ( Vignette, Spritpreise, Mineralösteuer, Motorbezogene Versicherungssteuer usw.)
    Wir brauchen doch noch eine zusätzliche Maut!!!

    4. Ist die Lebenserwartung in unserem schönen Bundesland viel zu hoch!!! Politiker könnten sich in Zukunft ihre unnötigen Aussagen:” Das Pensionssystem ist nicht finanzierbar…” sparen!

    5. Wir haben viel zu viel sauberes Wasser und Seen in Kärnten!!! Mit dem Bau der S37 würden wir endlich den sauren Regen bekommen, den wir uns schon seit langem wünschen… Endlich wäre unser Trinkwaaser so verseucht, daß wir das Wasser welches wir täglich zum Überleben brauchen von der Firma Nestle im Supermarkt kaufen dürfen…

    6. Wer es noch immer nicht kapiert hat welche wertvolle Bereicherung dieser unnötige Bau für unser Land wäre, dem sei ins Stammbuch geschrieben: ARBEITSPLÄTZE!!! Nicht nur beim Straßenbau werden Milliarden verdient, für den kleinen Arbeiter, der wirklich bei größter Hitze am Asphalt steht, bleibt zwar nicht viel übrig, aber die Bosse von STRABAG und CO. werden genug verdienen. Natürlich auch unsere unterbezahlten Politiker in Form von Schmier- pardon Trinkgeldern…

    Und wenn dann endlich alles zubetoniert und ruiniert ist, dann können wir ja immer noch einen Naturpark unter einer riesigen Glashaube errichten, mit Sauerstoff-Tankstellen und Kunstrasen…

    Welcher vernünftige Mensch kann da noch dagegen sein…?
    Jaja, Politiker müßte man sein, dann würde man diesen Schwachsinn, welchen uns bezahlte Werbe-Agenturen zu suggerieren versuchen auch glauben…

    Aber leider können wir nicht alle Politiker werden, denn irgend jemand muß in diesem Land auch arbeiten…

  8. am 19. Februar 2015 um 19:04 8.Walter STENGG schrieb …

    Ich bin vehement gegen einen Ausbau der S36 S37. Erstens ist die Südautobahn da, auf dieser sollen die LKW Frächter mit ihren Fahrzeugen gefälligst verkehren. Weiters verdient nur die ÖVP mit ihren Lobbys (Frächter, Bau- und Baunebengewerbe usw.) mit ihren leider in letzter Zeit etwas verstandesschwach und gierig gewordenen Politikern dabei. Die Natur ist denen doch völlig egal, insbesondere die angeblichen Bauernvertreter haben nichts für die Natur über, auch die Menschen zählen nicht für diese Partei. Ich habe diese Partei leider jahrelang gewählt und schäme mich heute dafür. Außerdem wird damit dem Kriminaltourismus Tür und Tor geöffnet da an den Autobahnen die Kriminalitätsrate insbesondere Eigentumsdelikte wie Einbrüche und dergleichen stark ansteigen. Einbrecher fahren ja auch gerne auf guten Autobahnen.

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