!!! STOP !!!

Gerald, 14. November 2010 | Politik, S 37 offiziell

Das Verkehrsministerium beginnt umzudenken

„Es gilt zu verhindern, dass die Achse S6, S36, S37 eine zweite hochrangige Achse parallel zur A2 wird. Durch diese Überlegungen sind auch die S36-Abschnitte zwischen Judenburg und Scheifling in ihrem Ausbaugrad neu zu überdenken, um eine bestmögliche Verkehrsentlastung für die Ortschaften zu gewährleisten und die Eröffnung einer neuen Transitachse zu verhindern.”

Dieser Text stammt diesmal nicht von den Bürgerinitiativen sondern vom BMVIT
Den gesamten Text nachlesen

Unsere jahrelange Aufklärungsarbeit hat jetzt Früchte getragen. Die Sichtweise der Bürgerinitiativen gegen S36 und S37 wurde vom Verkehrsministerium aufgegriffen.

Vorerst dürfen wir uns über diesen hart erkämpften Erfolg freuen. Das endgültige AUS der geplanten Transithölle S37 würde jedoch erst die Bestätigung durch den Verfassungsgerichtshof bezüglich der Alpenkonvention bringen.

Aus meiner Sicht sind die nächsten Ziele klar:

  • Fixieren von Straßenverkehrslösungen, die realistisch umsetzbar sind, der Bevölkerung helfen, LKW und sonstigen Transit fernhalten.
  • Herausnehmen der S 36 aus dem Verzeichnis 2 zum Bundesstraßengesetz – damit ist die Straße dann auch rechtlich tot.
  • Herausnehmen der S 37 aus dem Bundesstraßengesetz. Vorläufig ist die S 37 nur auf einen Zeitpunkt nach 2016 verschoben – nicht mehr und nicht weniger.

Pressemeldungen:

Rotstift trifft jetzt auch die Murtal Schnellstraße
Steirerkrone | 12.11.2010 lesen

Aus für die Verlängerung der Murtalschnellstraße S6
Kleine Zeitung | 12.11.2010 lesen

Bund tritt auf die Bremse – Erfolg der Bürgerinitiativen gegen S36/37
Kleine Zeitung | 12.11.2010 lesen

4,3 Milliarden weniger für Verkehrsinvestitionen
Die Presse | 12.11.2010 lesen

Bremsmanöver bei Ausbau der Verkehrswege
Der Standard | 12.11.2010 lesen
 
 
 

Ein Kommentar zu “!!! STOP !!!”

  1. am 24. November 2010 um 18:58 1.Dr. Alexander Moser schrieb …

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    heute erreichte uns mit der Post Ihr Info-Blatt 01/2010 mit Inhalten gerichtet gegen den Fertigbau der Schnellstraße durch das obere Murtal – Neumarkter Sattel – Kärnten. Wir wohnen in St.Marein/Mürztal (gleich neben Kapfenberg) und sind Anrainer an der S6. Leider war es so, dass damals diese Autobahn ziemlich brutal z.T. mitten durch das Tal gelegt wurde und das ganze Tal dadurch deutlich an landschaftlicher Schönheit verloren hat. Dass auch wir hier (neben Graz) ein Luftsanierungsgebiet sind, ist Fakt. Neben dem Verkehr spielen dabei auch die Industrie und noch mehr der Hausbrand (bei dichter Besiedelung) eine Rolle.
    Trotzdem sehen wir auch Vorteile in dieser schnellen Verkehrsachse. Fast schon selbstverständlich sind wir in kürzester Zeit z.B. in Leoben, Graz, in Mürzzuschlag oder in Wien, was ohne diese Schnellstraße mühsam wäre. Ich erinnere mich allzu gut zurück, als wir uns alle noch über den Semmering quälen mussten. Das ist nun ein unleugbarer Gewinn. Natürlich verstehe ich Ihre Ängste vor einer Autobahn, die Ihnen vor der Nase vorbei gebaut wird. Persönlich bin ich aber unbedingt für die Fertigstellung der gesamten Trasse, da Kärnten dann auch für uns deutlich näher rückt. Naturschutz ist natürlich ein gewichtiges Argument, was aber nicht bedeuten muss, gar nicht zu bauen, sondern kreativ nach Lösungen zu suchen, die Straße so in das Gelände zu legen, dass es möglichst wenig stört. So wie es bei der Pyhrnautobahn oder auch bei der Brucker Schnellstraße S 35 ganz gut gelungen ist (und das war engagierten Bürgern zu verdanken). Es gilt also nicht, nur zu verhindern, sondern das Projekt lebensverträglich zu gestalten. Ihre Angst vor einer plötzlichen Verkehrslawine teile ich nicht, die angeführten Zahlen sind unseriös, genauso wie Aussagen, dass das ganze sowieso illegal wäre. Baukosten (plakativ in Zahlen dargestellt) sind natürlich Fakt, das Geld aber wieder nur in Pensionen oder in Bildung hinein zu stecken, ist aber eher kurzsichtig und nicht gerade kreativ. Wir haben EU-weit das zweithöchste Bildungsbudget bei gleichzeitigen minderwertigen Ergebnissen. Mehr Geld ist also nicht die Lösung, sondern mehr Effizienz (aber das ist ein anderes Thema). Das gleiche gilt für unsere Pensionisten. Die heutigen Pensionisten verbrauchen bereits das, was den kommenden Generationen fehlen wird. Spätestens unsere Kinder werden den “Generationenvertrag” aufkündigen. Auch da gilt es was zu ändern. Da ändert aber nichts daran, dass leistungsfähige Verkehrsachsen für uns alle Vorteile bringen: durch das Murtal nach Kärnten aber auch eine inneralpine Transversale von der Pyhrnautobahn zur Tauernautobahn und weiter bis zur Inntalautobahn. Daher lehne ich unsachliche Argumente ab. Es gibt Nachteile aber auch Vorteile.
    Zu Schluss aber vielleicht ein “Trost”: Österreich ist (obwohl eigentlich reich) derzeit schon so pleite, dass dieses Projekt ohnehin nicht viel Chancen hat, in Bälde realisiert zu werden.

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben