Die S 37 ist doch etwas teurer als geplant…

Webmaster, 14. September 2010 | Land + Wirtschaft, S 37 offiziell

… aber nur ein knappes Milliärdchen

aus derStandard.at | 13.September 2010

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Für heuer rechnet Schierhackl mit einem Jahresergebnis von plus 300 Mio. Euro, ursprünglich waren gut 200 Mio. Euro geplant gewesen. Die Mauteinnahmen werden bei 1,5 Mrd. Euro liegen, im Vorjahr betrugen sie 1,4 Mrd. Euro. Rund 1 Mrd. Euro kommt von den Lkw, 350 Mio. Euro von der Vignette, der Rest sind Sonder- und sonstige Mauten.

Zu Jahresbeginn war man wegen der Wirtschaftskrise von einem geringeren Güterverkehr ausgegangen, doch im Frühjahr gab es gar ein Plus von vier bis fünf Prozent, der mittlerweile auf drei bis vier Prozent zurückgegangen ist, was auf eine noch unsichere Wirtschaftserholung hindeute, meinte Schierhackl.

Schuldenberg wächst

alles_baustelleDerzeit prüft die Asfinag sämtliche Bauprojekte, wie und in welchem Tempo weiter ausgebaut wird, soll im Oktober feststehen. Dann – nach der Wien-Wahl am 10. Oktober – will auch die Bundesregierung ihr Budget präsentieren. Die staatliche Autobahnfinanzierungsgesellschaft Asfinag hat derzeit einen Schuldenstand von 11,8 Mrd. Euro, in den nächsten fünf Jahren soll er auf 14 Mrd. Euro steigen, dann soll die Schuldenreduktion beginnen. Zun Verständnis: Alleine ein Kilometer Autobahn im Freiland kostet zwischen 10 und 30 Mio. Euro. Heuer sollen 340 Mio. Euro für Neubauten (z. B.: zweite Tunnelröhren) verwendet werden.

smileWobei immer wieder erhebliche Planungsmängel aus der Vergangenheit auftauchen würden. So sei die Kärntner S37 mit 680 Mio. Euro budgetiert worden, mittlerweile hätten die Planungen aber Kosten von mindestens 1,4 Mrd. Euro ergeben. “So wird das sicher nicht gebaut”, stellte Schierhackl klar.
 
Um kostengünstig mehr Fahrstreifen zur Verfügung stellen zu können, wird über die zeitweise Nutzung der Pannenstreifen nachgedacht. Im Ausland sei dies schon erfolgreich umgesetzt worden, die Asfinag schaut sich die Umsetzbarkeit in Österreich derzeit auf der Nordautobahn (A5) an.

Bewährt habe sich die Ökologisierung der Lkw-Maut, also die Abstufung der Mauttarife nach Schadstoffausstoß. Es zeige sich, dass die Zahl der emissionsärmeren Fahrzeuge im Wochenschnitt um 1 Prozent zunehme. Ansteigend sei auch die Zahl der Lkw mit ausländischem Kennzeichen (und oft österreichischem Betreiber). 55 Prozent der Lkw haben dein Kennzeichen aus einem anderen Land, die Zahl steigt jährlich um drei bis vier Prozent, rechnete Schierhackl vor. (APA)
 
 
 

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