Kleiner Faschingsscherz

Webmaster, 16. Februar 2010 | Allgemein

Mit Maut soll Ausbau gesichert werden

KLEINE ZEITUNG | Faschingsausgabe

Asfinag will S 36/S 37 unbedingt bauen, am Geld soll Bau nicht scheitern: Deswegen wird zwischen Judenburg und Dürnstein Maut eingehoben.

Es ist kein Geheimnis, dass die Straßenerrichtungs-Gesellschaft Asfinag hoch verschuldet ist, Straßenbauprojekte sollen deswegen sogar ins Wasser fallen. Festhalten will die Asfinag allerdings am Ausbau der S 36/S 37: “Jetzt plagen wir uns schon seit Jahren mit diesem Projekt herum, es gibt kein Zurück mehr”, so Geschäftsführer Alexander Walcher.

verkehrt_mautUnd so soll bereits ab April das kommen, was viele befürchtet haben – allerdings erst für den Zeitpunkt nach dem Ausbau: Es wird eine Maut eingehoben. “Anders können wird das Projekt finanziell nicht bewältigen”, weiß Walcher. Künftig werden Fahrzeuglenker für die Strecke Judenburg und Dürnstein also ins Geldbörsel greifen müssen. Wie tief, steht noch nicht genau fest. Allerdings: “Es wird Tages-, Wochen-, Monats- und Jahrestickets geben”, erklärt der Geschäftsführer. Mit der Vignette gibt es voraussichtlich zweieinhalb Prozent Rabatt. Weniger bezahlen müssen auch Besitzer von Fahrzeugen mit grünem Lack: “Das ist nämlich meine Lieblingsfarbe”, so Walcher. Mautstellen werden in Judenburg, Scheifling und Dürnstein eingerichtet.

Vor Gericht

“So etwas ausgerechnet vor den bevorstehenden Wahlen. Das kann nicht wahr sein”, stöhnen die Bürgermeister, die entlang der Strecke wohnen. Sie wollen die Informationsveranstaltung “So zockt uns die Asfinag ab” auf die Beine stellen. Das Referat hält Matthias Göschke, Rechtsanwalt der Straßengegner, der mit dem Fall an den Verfassungsgerichtshof gehen will. “Das haben wir in der Causa S 36/S 37 schon zwei Mal getan. Alle guten Dinge sind drei”, ist er zuversichtlich, dass der Schritt von Erfolg gekrönt sein wird.
Walcher lässt das kalt: “Bis die Richter entschieden haben, haben wir schon Millionen kassiert.”

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