Wider dem Kirchturmdenken

Webmaster, 10. Februar 2009 | Gesundheit, Verkehrskonzepte

Bemerkungen zum Artikel „Plan für die Virunum-Trasse“, veröffentlicht am 08.02.09 in der KTZ , verfasst von Ricki Stückler:

Ein mehrheitliches „Ja“ der Maria Saaler Bürgerinnen und Bürger zur Verwirklichung der Unterflurtrasse / Einhausung „Virunum“ gibt es nur in einem Falle: Wenn damit der Lärmschutz im Rahmen der bereits bestehenden Ausbaustufe der S 37 für die schon heute unzureichend geschützten Anrainer verbessert wird!
Ein damit verbundener Ausbau-Automatismus der S 37 zu einer Schnellstraße mit Autobahncharakter wird nicht nur in Maria Saal, sondern entlang der gesamten geplanten Trassenführung entschieden abgelehnt!!! Faktum ist nun einmal, dass Einhausungen oder Unterflurtrassen zwar den Lärm, nicht aber Emissionen verhindern können.
Erstens „bedecken“ solche Bauwerke nur sehr kurze Streckenabschnitte, die bezogen auf die Gesamtlänge des Straßenzuges vernachlässigbar sind! Zweitens, und ganz wesentlich, lösen sich Stickoxide und Feinstaub in diesen Betonröhren nicht in Wohlgefallen auf und verschwinden einfach. Sie verlassen diese über die Ein- und Ausfahrtsöffnungen oder über etwaige Belüftungsschächte.
Eine nennenswerte Verringerung von Verkehrsemissionen oder gar ein gänzlicher Entfall dieser sind daher ins Reich der Märchen zu verweisen!!

Das Akzeptieren einer neuen Österreichischen Schwerverkehrsschneise für den Preis einer punktuellen Lärmverringerung steht wohl ohne Übertreibung für ein „Kirchturmdenken“, welches das Maß des Erträglichen um Lichtjahre übersteigt. Und das auch noch für Generationen!!

 
 
 

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