Kärnten ans Autobahn Kreuz genagelt

Webmaster, 4. Januar 2009 | Politik, Pressespiegel

Aufreger

KLEINE ZEITUNG 31.12.2008 | Wolfgang Rausch
 
Das Hochleistungs-Straßennetz, das heute Kärnten durchzieht und Grundvoraussetzung für die geforderte Mobilität ist, wurde ungeachtet dieses positiven Effekts nicht nur von den Baukosten her mit einem hohen Preis bezahlt. Aufgrund der Topographie des Landes sind ganze Talschaften beträchtlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt, wobei vor allem die Belastung durch Lärm nach wie vor dramatisch unterschätzt wird. Dazu kommen Luftschadstoffe von Kohlendioxid bis zum gefürchteten Feinstaub.
 
Doch obwohl der kritische Verkehrsplaner Professor Hermann Knoflacher Kärnten bereits vor Jahren mit Süd-, Tauern- bzw. Karawankenautobahn buchstäblich „an das Autobahnkreuz genagelt“ sah, soll dem Moloch Verkehr noch eine weitere Region geopfert werden. Auch wenn Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler und die Asfinag nicht müde werden, das Gegenteil zu beteuern: Der Ausbau der Schnellstraße S 37 zwischen Klagenfurt und Judenburg zu einer Autobahn hieße, unserem kleinen Land auch noch eine dritte Transitroute zuzumuten.
 
Bürgerinitiativen, 16 an der Zahl, mit tausenden Unterstützern stellen sich gegen dieses Projekt und sie führen dabei nicht nur einen Kampf um ihre Lebensqualität. Auf dem geschichtsträchtigen Zollfeld zwingen sie die Landespolitik zum Offenbarungseid über ihre Umweltgesinnung.
 

 

 
 
 

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