Arbeitsmarktpolitische Steinzeit

Fritz Gurgiser, 2. Januar 2009 | Politik, Transit

Alter Wein in alte Schläuche

Kaum ein Wechsel im Infrastrukturministerium und schon werden die Uralt-Rezepte aus der arbeitsmarktpolitischen Steinzeit ausgegraben, um gar Arbeitsplätze zu sichern. Wenn man Milliarden Steuergeld unter dem Titel Arbeitsplatzsicherung in die angeführten Projekte mit Ausnahme von Sanierungen oder Bahnhofsbauten investiert, ist das nicht nur grundfalsch, sondern schlichtweg grob fahrlässig. Denn man will mit Maßnahmen, die diese weltweite Malaise hervorgerufen haben, genau dieses Übel verlängern und prolongieren.

Daher ist die neue Verkehrsministerin dringend öffentlich zu fragen, ob sie allen Ernstes meint, sie könne in Zeiten wie diesen Steuermilliarden in Asphalt, Beton oder Löcher vergraben, statt wirksam in die Wirtschaft zu investieren.

Beiliegend die APA-Meldung von Verkehrsministerin Doris Bures vom 26.12.08, sowie ein Auszug aus unserer ZEITENWENDE, die kurz nach Silvester zur Verfügung stehen wird (siehe www.transitforum.at).
 

Textauszüge:

… Interessant war dabei der weitergehende Konsens der Experten, dass positive Effekte von Infrastrukturen nicht mehr zu erwarten sind. Nachdem mittlerweile selbst Wissenschaftler des industriefinanzierten Instituts der deutschen Wirtschaft derartige Thesen vertreten, müsste man sich eigentlich nicht mehr um das Thema kümmern (Tagwerk 2004)…

…Von daher wird man mit Recht sagen können, dass wohl empirisch als auch theoretisch im Moment ein Perspektivenwechsel erfolgt. Der Mythos „Straßenbau“ gerät nicht mehr nur ins Schwanken, er kippt bereits. Nur scheint das bei vielen politischen Entscheidungsträgern nicht angekommen zu sein…

Mit freundlichen Grüßen
Fritz Gurgiser

 
 
 

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