STOP S 37 leuchtet gegen Transit

Webmaster, 22. Dezember 2008 | Pressespiegel, Transit

KLEINE ZEITUNG 30.12.08 | Philipp Novak
250 Aktivisten der St. Veiter Bürgerinitiative „verkehrt“ demonstrierten gegen Ausbau der Schnellstraße S 37. Enorme Feinstaubbelastung befürchtet.

Wir wollen keinen Ausbau der Schnellstraße S 37 zur Autobahn oder Transitroute! Wir sind eine von 16 Bürgerinitiativen zwischen Judenburg und Maria Saal. Und wir sind insgesamt gut 20.000 Menschen, die nicht wollen, dass hier eine Transitroute entsteht!“, informiert Judith Danner als Obfrau von „verkehrt – Bürgerinitiative gegen den Transit“. Alleine diese in St. Veit/Glan beheimatete Bürgerinitiative verfügt über 2000 unterstützende Mitglieder. Gestern folgten mindestens 250 Menschen dem Aufruf dieser Initiative, um ab 17 Uhr den „Toni-Acker“ bei Breitenstein an der S 37 zu beleuchten: Die Aktivisten bildeten, für Autofahrer gut sichtbar, mit brennenden Kerzen ein „Stop S 37“ gegen den Ausbau der Schnellstraße. Für jede Kerze zahlten die Demonstranten übrigens einen Euro, den Reinerlös spenden die Transitgegner für karitative Zwecke.

Die Aktivisten befürchten bei Straßenausbau und steigendem Verkehr eine enorme Feinstaubbelastung. „Das Klagenfurter Becken und der Raum St. Veit sind schon jetzt Luftsanierungsgebiete. Wenn die Autobahn kommt, werden regionale Autofahrverbote genauso kommen wie Verbote zum Beheizen von Kachelöfen, um das Staubproblem in den Griff zu bekommen!“, warnt etwa Franz Kerschbaumer, stellvertretender Obmann von „verkehrt“. Organisiert wurde die Aufsehen erregende Aktion von Annette Hochsteiner-Lemisch (41). Ihr Bauernhof wäre vom Ausbau der S 37 betroffen. „Der Hof existiert seit dem 12. Jahrhundert. Er würde durch den Ausbau zerstört werden“, erklärt Hochsteiner-Lemisch.

Menschen aller Altersgruppen und aller sozialen Schichten trotzten gestern den Minusgraden, um ein Zeichen gegen den drohenden Transitverkehr zu setzen. Weitere Aktionen werden folgen. In Friesach bereitet die dortige Bürgerinitiative ihre Kandidatur für den Gemeinderat vor, bis 27. Jänner können noch weitere Bürgerinitiativen ihre Kandidatur in den jeweiligen Gemeinden bekannt geben.

„Laut Auskunft der Asfinag befahren derzeit 24.000 Pkw und Lkw pro Tag die S 37. Nach dem Vollausbau sollen es 47.000 Fahrzeuge sein“, schlagen Danner und ihre Aktivisten Alarm. „Wir wollen den Ausbau der S 37 nicht, wir wollen nicht einmal in die Situation kommen, die Umweltverträglichkeitsprüfungen zu begleiten“, betont Danner. „Wir fordern von der Politik eine Rücknahme der Klagenfurter Schnellstraße in Landeskompetenz!“

DRITTE TRANSITROUTE

Bürger. 16 Bürgerinitiativen mit 20.000 unterstützenden Mitglieder setzen sich gegen den Ausbau der Schnellstraße S 37 zwischen Klagenfurt und Judenburg ein.

Forderungen. Keine dritte Transitroute durch Kärnten; Beachten der Alpenkonvention, die eine Autobahn über den Neumarkter Sattel verbietet; Herausnahme der Strecke Klagenfurt – Scheifling (S 37 und S 36) aus dem hochrangigen Straßennetz; Verkehrssicherheit und Anrainerschutz auf der bestehenden Strecke; etc.

zur Online-Ausgabe

Protest mit Fackeln gegen den S-37-Ausbau

Kronen Zeitung 30.12.2008 | Klaus Kreuzer

Anrainer befürchten eine Transitwelle. Nach der Steiermark formieren sich auch in Kärnten immer mehr Menschen, die den Ausbau der S 37, der sogenannten “Klagenfurter Schnellstraße”, vehement ablehnen. Anrainer der Route befürchten eine Transitlawine und eine Verschlechterung der Lebensqualität. Montag wurde sogar mit Fackeln demonstriert.
zum gesamten Artikel

Fackelzug gegen den Ausbau der S37

KTZ 30.12.2008 | Charles Steiner

Der geplante Vollausbau der S37 lässt die Bürger wiederum auf die Barrikaden steigen. Eine Demonstration in der Gegend von Breitenstein brachte den Unmut der Bürgerinitiativen und Anrainer zum Ausdruck. Die Wogen gegen den geplanten Ausbau der S 37 sind noch lange nicht geglättet, wie eine gestrige Kundgebung mit Fackeln bewies.
zum gesamten Artikel


 

6 Kommentare zu “STOP S 37 leuchtet gegen Transit”

  1. am 30. Dezember 2008 um 09:46 1.annette schrieb …

    UNGLAUBLICH!!! Ich bin ganz begeistert, was ein “kleinerer” Ansturm bewirken kann (ca. 250 Personen)! Das läßt hoffen, dass die nächste Kundgebung noch mehr Wellen schlägt.

    DANKE an alle, die es doch geschafft haben sich gegen die Kälte zu behaupten!!!!

    Einen guten Rutsch ins Neue Jahr wünscht die Familie Hochsteiner-Lemisch

  2. am 30. Dezember 2008 um 10:49 2.Inga - The English Trainer schrieb …

    WOW!! WOW!! WOW!! Wenn noch einmal jemand zu mir sagt: ‘Was können denn so ein paar Hanseln wie ihr ausrichten’, dann zeige ich ihnen diese Bilder! Ein Foto sagt wirklich mehr als 1000 Worte.

    Meinen Leserbrief betreffend Dörflers “Reklame” direkt neben dem Artikel über unsere Demonstration in der heutigen Kleine Zeitung werde ich sofort verfassen. War das Absicht oder ausgezeichnete “göttliche” Intervention?

    YES WE CAN!!

    Inga – The English Trainer

  3. am 30. Dezember 2008 um 13:53 3.Knees Christian schrieb …

    Liebe Annette,

    ich möchte dir und gleichzeitig uns allen zu dieser gelungenen Demo gratulieren. Weiterhin so viel Kraft und Energie, die diese Bilder ausdrücken wünsche ich uns auch im nächsten Jahr.
    Mit meiner Unterstützung kann man weiterhin rechnen.

    YES WE DO!!!
    Knees Christian

  4. am 1. Januar 2009 um 22:19 4.Birgit Berger-Zintl schrieb …

    Liebe Annette,

    höchste Anerkennung an Dich und alle Deine Mitstreiter! Welch grandiose Idee und welch gelungene Umsetzung! Ganz tolle Bilder!! Es braucht nur einige entschlossene Menschen, um die Welt mitzugestalten! Allzuleicht lassen wir uns immer ins Bockshorn jagen und denken uns, das ja doch alles keinen Sinn hat, weil ja alles schon beschlossene Sache ist, weil es eine Schuhnummer zu groß für uns sei – und fangen dann erst gar nicht an, uns einzubringen, unsere Meinung kundzutun….und wundern uns dann, dass sich die Dinge über unseren Kopf hinweg ereignen.Ihr alle habt bewiesen, dass es sich auszahlt, seine Stimme zu erheben, denn sie wird gehört und in diesem Falle gesehen!!
    Ich wünsche allen Beteiligten ein gutes Neues Jahr und vollen Erfolg bei dieser Sache! Auf mich könnt Ihr jedenfalls zählen!

  5. am 18. Dezember 2010 um 00:05 5.Patrick schrieb …

    NIEDER MIT UNSEREN POLITIKERN EIN VOLKSBEGEHREN MUSS HER NICHT SOWIE VOR ZICH JAHREN AM RESCHENPASS WO HUNDERTE FAMILIEN IHRER HÄUSER UND ALLEM ENTLEDIGT WURDEN WIR SIND DAS VOLK UND WAS WIR NICHT WOLLEN KANN AUCH KEIN POLITIKER BESTIMMEN NIEDER MIT DEM VERKEHRSMINISTER MACHT EINE MASSENBLOCKADE DER S36 DAMIT DAS OBERE MURTAL AUFWACHT UND SIEHT WIE UNSERE GEGEND VERKORKST WIRD AUSERDEM WÜRDE EIN TEIL DER SCHNELLSTRASSE DURCH NATURSCHUTZGEBIET GEHEN WIR BRAUCHEN DEN DRECK UND LÄRM DER LKW NICHT BEI UNS HERR DRECKMINISTER

  6. am 22. März 2012 um 09:59 6.Michael Johann schrieb …

    Nun droht auch Gas-Pipeline-Bau – kommt zum Protestcamp gegen das Gaskraftwerk 23-25 März bei Klagenfurt Limmersdorf!

    Auf die Menschen, die im Bereich der geplanten S37 wohnen, kommt nun eine neue Belastung zu: Im stillen Kämmerlein plant die Kelag den Bau einer Pipeline-Zuleitung zum Gaskraftwerk Klagenfurt.

    Bei der Zuleitung zum Gaskraftwerk geht es um die Verlängerung der sogenannten “Südschiene” (keine Bahn sondern eine 78cm starke Pipeline), die derzeit bis Bruck an der Mur verläuft. Diese soll nun um 170km bis Klagenfurt verlängert werden. Dabei wird versucht, eine UVP zu umgehen, indem der Rohrdurchmesser etwas kleiner gewählt wird, dann ist das Projekt laut geltendem Gesetz nicht UVP-pflichtig. Über die geplante Trasse ist derzeit noch wenig bekannt (warum wohl?), zu vermuten ist allerdings, dass sie sich an den Korridor hält, in dem auch die S37 geplant ist.

    Krone-Bericht auf:
    http://www.ebenthal.co.at/presse/bitmap/krone_30.07.2011.pdf

    Kelag plant den Pipelinebau:
    http://netz.kelag.at/content/page_planungsarbeiten-fuer-eine-erd-14900.jsp

    sogar die Software für die Grundablöse ist schon entwickelt:
    http://www.rmdatagroup.com/news-detail.de.104.htm

Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben