Shocking: “Who killed the electric car?”

Webmaster, 14. Dezember 2008 | Politik, Verkehrskonzepte

Zu einem zukunftsgerechten Mobilitätskonzept müssen Elektroautos gehören. Aber es scheint, wie beim Bau von neuen Schnellstraßen und Autobahnen, auch hier nicht die Vernunft zu regieren. Wie könnte es sonst sein, dass ein serienreifes Elektroauto eingestampft wird? “Making money” ist scheinbar wichtiger als “Making Future”, zumindest für einige Herrschaften, die auf Politik und damit Gesellschaft einen mächtigen Einfluss ausüben. Eine kleine Übersicht zu einem heißen Thema:

Matthias Horx direkt gefragt

aus: VCÖ-Magazin 2008/06 www.vcoe.at

“Wir erleben in den nächsten Jahrzehnten eine neue Differenzierung des Verkehrs. Auf der Kurzstrecke werden wir Elektro- oder Plug-in-Hybrid-Autos nutzen – 80 Prozent der Auto-Fahrten sind kürzer als 25 Kilometer, da ist die Elektrifizierung hoch effektiv. Auf der Mittelstrecke werden wir „Erlebniszüge“ erleben, in denen komfortabel geschlafen, gearbeitet und erstklassig gespeist werden kann. Alles darüber macht das Flugzeug. Mit einer solchen Differenzierung könnten wir zwei Drittel des Energieverbrauchs des Verkehrs sparen. Intelligente Kombinations-Systeme,darum geht es in Zukunft.“

Who killed the electric car?

Oliver Hromada | www.hromada.atwww.eurosolar.at

Kalifornien hat in seiner Gesetzgebung (1990) einen wesentlichen Schritt zur Reinhaltung seiner Luft gesetzt. 10% emissionsfreie Fahrzeuge musste jeder Autoproduzent in seiner Autoflotte aufweisen. Die Autoindustrie hat Modelle wzB, GM den EV1, Toyota den RAV EV, Peugeot 106 electric, Citroen Saxo, Fiat uvm. auf den Markt gebracht.

Gleichzeitig hat die Autoindustrie mit viel Aufwand aufgrund Wettbewerbs-Verzerrung geklagt.2003 wurde vonseiten des Gerichts den großen drei aus Detroit Recht gegeben, was die sofortige Einziehung der Fahrzeuge zufolge hatte. Leider hatte das Gesetz von 10% emissionsfreien Fahrzeugen gesprochen, aber nicht die Rechtsbasis vorgeschrieben.

Daher wurden die Fahrzeuge lediglich verleast und somit waren sie nicht das Eigentum der Fahrer. Auch wenn man das Auto behalten wollte- wurde einem das Auto, auch mittels polizeilicher Gewalt abgenommen. Die Fahrzeuge wurden augenblicklich fahruntüchtig gemacht (zerschreddert).

Dieser Frage geht der in den USA Ende Juni 2006 angelaufene Dokumentarfilm «Who Killed the Electric Car?» von Filmemacher Chris Paine nach. Der Film hat in den USA ein grosses Echo ausgelöst.

offizielle WebSite und Trailer des Filmes

aus WIKIPEDIA

Der EV1 erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 129 km/h (abgeregelt), bei einer Beschleunigung von 0-100 km/h in unter 9 sec. Die Reichweite mit voll geladenen Batterien lag bei max. 140 km. Mit einem Fahrzeug der ersten Generation schaffte es ein Eigentümer einen Langstreckentest von ca. 6000 Kilometer zu absolvieren (Charge across America).

Das General Motors EV1 war ein in Serie gebautes Elektroauto von General Motors. Es wurde als Reaktion auf ein 1990 in Kalifornien erlassenes Gesetz zur Emmissionssenkung geplant und 1996 auf den Markt gebracht.

Insgesamt wurden 1117 EV 1 gebaut; circa 800 wurden an ausgewählte Kunden weitergegeben. Darunter waren auch Prominente wie Tom Hanks oder Mel Gibson. Aktuell besitzt GM noch drei fahrbereite EV1, eines befindet sich derzeit in Deutschland im kleinen Museum Autovision in Altlußheim.

GM schloss Verträge mit den EV1-Kunden, die es dem Unternehmen ermöglichte nach Ablauf von drei Jahren die Fahrzeuge zurückzurufen und zu verschrotten. Die Verschrottung aller gebauten EV1 war angeblich notwendig, da GM die langfristige Sicherheit der Fahrzeuge auf fehlender Ersatzteilproduktion nicht garantieren konnte. Der im Jahr 2006 erschienene Dokumentarfilm Who Killed the Electric Car?, beleuchtet die Argumentation GMs zur Einstellung der Produktion kritisch.

General Motors und die Sache mit dem EV1

Von Reto Pieth, Tagesanzeiger | Zürich

Vor zehn Jahren führte General Motors in Kalifornien die Elektrofahrzeuge EV1 ein. Sie fanden grossen Anklang. Doch heute sind die meisten Modelle verschrottet. Was ist passiert? Das Elektromobil EV1 wurde von General Motors – trotz großer Nachfrage – verschrottet.

Im Juni erlitt General Motors in den USA einen Absatzeinbruch von 26 Prozent, während Erzrivale Toyota um 14,4 Prozent zulegen konnte. Das ist kein Zufall. Denn GM bietet in den USA vor allem spritfressende Geländewagen und Pick-ups an, die wegen der hohen Benzinpreise aus der Mode geraten sind, während Toyota mit seinen sparsamen Fahrzeugen und den Hybridmodellen der Konkurrenz davonfährt.

Ganz klar: GM verschlief die Hybridwelle. Doch die Detroiter sägten auch jenen Ast ab, auf dem sie sassen, als sie im Jahr 2002 damit begannen, die ganze Flotte ihres populären Elektromobils EV1 einzuziehen und – trotz lauten Protesten – zu verschrotten. Kein Geringerer als GMChef Rick Wagoner gab das kürzlich zu. In der Juni-Ausgabe der Fachzeitschrift «Motor Trend» beantwortete Wagoner die Frage, was seine schlechteste Entscheidung als GM-Boss gewesen sei, mit folgenden Worten: «Axing the EV1 electriccar program and not putting the right resources into hybrids.» Also das Henkersbeil für das Elektromobil und die Vernachlässigung der Hybriden.

«Who Killed the Electric Car?» Wie konnte GM die erfolgreichen und angesichts der hohen Benzinpreise so beliebten Elektromobile buchstäblich begraben? Dieser Frage geht der in den USA Ende Juni angelaufene Dokumentarfilm «Who Killed the Electric Car?» von Filmemacher Chris Paine nach. Der Film hat in den USA ein grosses Echo ausgelöst, und die Medien sind des Lobes voll – selbst das sonst so konservative «Wall Street Journal».

Paine zieht seinen Film als «Schauprozess» auf, bei dem die Schuldigen für den Tod des GM-Elektromobils EV1 gefunden werden sollen. Denn um die Luftverunreinigung in Südkalifornien zu senken, schrieb Kalifornien 1990 den Autobauern vor, dass bis zum Jahr 2003 10 Prozent ihrer dort verkauften Fahrzeuge emmissionsfreie Elektromobile sein mussten.

Knirschend fügten sich die Autokonzerne diesem Befehl, und 1996 brachte GM den EV1 auf den Markt. Die Nachfrage nach diesen geräuschlosen Elektromobilen war gross, doch General Motors stellte nur gerade 1134 EV1-Modelle her, obwohl die Warteliste innert kürzester Zeit auf über 5000 angestiegen war. Ausserdem weigerte sich GM, den EV1 zu verkaufen. Die Detroiter verleasten ihn bloss für drei Jahre an 800 Kunden und gestalteten das Leasingverfahren äusserst schwierig. So mussten sich die Kunden verpflichten, den EV1 nach Ablauf des Leasingvertrages an GM zurückzugeben. Vor vier Jahren kündigte GM schliesslich das ganze Programm, zog die Elektromobile trotz hitzigen Protesten der Benutzer ein und verschrottete fast alle der Kultautos. Warum? Paines These: Der EV1 wurde das Opfer seiner eigenen Vorzüge. Das Elektromobil funktionierte allzu gut: Man musste es über Nacht in der Garage bloss an die Steckdose anschliessen, um die Batterie aufzuladen – im Vergleich zum Volltanken eines normalen Autos zu einem Bruchteil der Kosten. Zudem brauchte der EV1 praktisch keine Wartung und keine Reparaturen, denn ein Elektromobil verfügt über rund 90 Prozent weni-ger bewegliche Teile als ein Auto mit einem Verbrennungsmotor. Das beliebte Elektromobil stellte also eine ernste Bedrohung zweier mächtiger Wirtschaftszweige dar: der Auto-und der Ölindustrie.

In der Tat setzen diese beiden Industriezweige die kalifornischen Behörden unter gewaltigen Druck, das Mandat für immissionsfreie Elektromobile aufzuheben, was sie schliesslich auch taten. GM behauptet heute, der EV1 habe trotz eines Riesenaufwands einfach keinen Anklang gefunden. Das bestreiten jene, die es wissen müssen: beispielsweise Chelsea Sexton, die das Leasingprogramm für den EV1 geleitet hatte. Sie und viele andere sind überzeugt, dass die Detroiter ihr Elektromobil von Anfang an zum Scheitern verurteilt hatten: Denn trotz grosser Nachfrage wurde die Produktion gedrosselt; das Leaseverfahren war konsumentenfeindlich; die Werbung für den EV1 war – wie der Film eindrücklich zeigt – eine Antiwerbung, die potenzielle Kunden abschrecken sollte. Und GM weigerte sich hartnäckig, die bereits hergestellten EV1-Modelle nach Auslaufen des Leasingprogramms der Kundschaft zu verkaufen.

Doch vielleicht zeigen es die Elektromobilliebhaber den US-Autokonzernen doch noch. Unternehmen in den USA bieten Hybridbesitzern so genannte «conversion kits» an, die es ihnen erlauben, nachts per Steckdose die Batterie ihres Hybridautos aufzuladen und am nächsten Tag bis zu einer gewissen Distanz nur mit dem Elektromotor zu fahren. Unter Druck der Elektroliebhaber hat Toyota jetzt zugesagt, in den USA Hybridmodelle anzubieten, die man per Steckdose aufladen kann.

Laut CNN soll sich nun auch GM dazu bereit erklärt haben.
 
 
 

3 Kommentare zu “Shocking: “Who killed the electric car?””

  1. am 29. Dezember 2008 um 12:14 1.work and travel schrieb …

    Why this web site do not have other languages support?

  2. am 25. März 2009 um 17:04 2.Jürgen Heinrich schrieb …

    Es wäre schön. wenn es den Film auch in deutscher Sprache gäbe. Ich wollte das Thema auf unserer Jahreshauptversammlung aufgreifen.

    Jürgen Heinrich

    Vorsitzender im Energie Tisch

  3. am 2. November 2009 um 11:17 3.Rudolf Zölde schrieb …

    THERMOVOLTAIK
    RENEWABLE ENERGY, power supply, energy efficiency
    Rational energy production Miscellaneous Renewable energy
    Thermovoltaik – current from warmth
    ADD THERMAL GENERATORS (Addition-thermocouple-voltage) – Decentralized current supply for each household.
    Thermovoltaik, the environmentally friendly technology thermo-generators for power supply are efficient compact with energy concentrated in a small volume. With an efficiency of 48% the transformation of heat into electrical energy is very cost-effective.
    Additionally, by the stored heat of the generator only the quantity of fuel has to be supplied, a well-isolated generator housing normally delivers as a heat loss to the environment.
    The Thermovoltaik is the work area of physics that deals with the conversion of thermal energy into electrical energy. If two different metals are together contacted and heated a voltage electricity with relatively high levels develops.
    An Thermo generator consists of several thermo cells in row as laminar contacted thin film coatings forming a pillar block.
    A thermo cell is made of several thin film coatings of different materials. If heat is added to a thermo pillar block by the additive method the total voltage the sum of all individual cells.
    The output power derives from the general tensions, the size of the cell surfaces (ampere / mm ²),and the temperature the amount supplied.
    The electric power is linear proportional to the generator temperature.
    The thermal energy supply is compatible with all fuel types. Through power-heat-coupling, biogas, solar radiation with thermal and photovoltaic cells, solar power, hydrogen or geothermal energy.
    The compact design of the generators are the diverse applications, ranging from cardiac pacemakers to megawatt power plants in the industry, household, air, sea or space.
    A high current inverter, DC / AC inverter converts DC power of the generators in to AC power.
    This inverter of unconventional design, is applicable in miniature size for circuit boards for electronics or as inverter for passage of extremly high current for consumer of megawatt power and is applicable to all DC sources.
    The additive method also offers new applications in sensor technology with higher sensitivities. High electricity generator and inverter patent DE 43 13 827 A1.
    These offers are still in development stage. For more information please see my homepage. http://www.thermogen.ws24.cc.

    (German)
    STROM AUS WÄRME
    Erneuerbare Energien, Energie erzeugen, Energie sparen
    Rationelle Energieerzeugung – Erneuerbare Energien
    Thermovoltaik, die umweltfreundliche Technologie – Stand 10.08.2008.
    Add-Thermogeneratoren für die Stromversorgung sind effizient mit kompakt geballter Energie auf kleinem Volumen. Mit einem Wirkungsgrad von 48% ist die Umsetzung von Wärme in elektrische Energie sehr kostengünstig. Zusätzlich wird durch die gespeicherte Wärme des Generators nur die Menge an Kraftstoff nachgeführt, die ein gut isoliertes Generatorgehäuse als Wärmeverlust an die Umgebung abgibt.
    Die Thermovoltaik ist das Arbeitsgebiet der Physik, das sich mit der Umwandlung von Wärmeenergie in elektrische Energie befasst. Wenn zwei unterschiedliche Metalle zusammen kontaktiert und erhitzt werden, entsteht eine elektrische Spannung mit relativ hohen Stromwerten.
    Ein Add-Thermogenerator besteht aus mehreren in Reihe als Dünnfilmschichten flächig kontaktierten Thermozellen und bildet einen Säulenblock. Eine Thermozelle ist aus mehreren Dünnfilmschichten unterschiedlicher Materialien gefertigt. Wird einem Thermosäuleblock Wärme zugeführt, ist durch Additivmethode die Gesamtspannung die Summe aller einzelnen Thermozellen.
    Die Ausgangsleistung ergibt sich aus den Gesamtspannungen, der Grösse der Zellenflächen (Ampere/mm²), sowie der zugeführten Temperaturhöhe. Die elektrische Leistung ist linear proportional zur Generatortemperatur.
    Die Wärmeenergiezufuhr ist mit allen Brennstoffarten möglich. Durch Kraft-Wärme-Kopplung, Biogas, Sonneneinstrahlung mit Thermo- und Photovoltaik-Solarzellenkopplung, mit Wasserstoff oder Geothermie.
    Durch die kompakte Bauform der Generatoren sind die Anwendungen vielfältig, angefangen vom Herzschrittmacher bis Megawattkraftwerke in der Industrie, Haushalt, Luft-, Raum- oder Seefahrt.
    Ein HOCHSTROMWECHSELRICHTER (HSWR), DC/AC-Inverter, wandelt die Gleichspannung der Thermogeneratoren in Wechselstrom um. Dieser HSWR unkonventioneller Bauart ist in Miniaturbauform für Elektronikplatinen oder dimensioniert als Wechselrichter für extrem hohen Stromdurchlass für Megawattleistungen anwendbar und ist für alle Gleichstromquellen geeignet.
    Die Additivmethode bietet zudem neue Applikationen in der Sensorentechnik mit höheren Empfindlichkeiten. Generator und Hochstromwechselrichter Patent DE 43 13 827 A1.
    Diese Angebote befinden sich noch im Entwicklungsstadium. Weitere Informationen auf der Homepage.www.thermogen.ws24.cc.

    RUDOLF ZÖLDE
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