Schlagabtausch Bürger gegen Politikerin

Webmaster, 28. Juli 2008 | Allgemein, Politik, Transit

Frau Landesrat Edlinger-Ploder plädiert für Vollausbau…

..und entfacht einen Sturm der Entrüstung

In einem Interview der Kleinen Zeitung vom v. 25.07. plädiert die steirische Verkehrslandesrätin für einen raschen Vollausbau der S 36 und 37.

Ein heißes Eisen ist der vierspurige Straßenausbau von Judenburg Richtung Kärnten. Immer mehr Bürgerinitiativen – vor allem im Bezirk Murau – formieren sich gegen den Ausbau, weil in der Region eine Transitlawine befürchtet wird. Währenddessen ist der Ausbau der S 36 von Judenburg nach Scheifling bereits fertig geplant, und auch für den Bau der S 37 von Scheifling nach Kärnten gibt es erste Vorplanungen. Wir haben Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder zur Causa Straßenausbau zum Interview gebeten.

Das gesamte Interview zum Nachlesen
 

Dr. Gerhard Sprintschnig aus St. Marein/Neumarkt entgegnet:

Sie verdrehen die Meinungen der lokalen Politiker. Kein einziger Politiker hat mit seiner Unterschrift einen Transit-Wahn gewollt. Die sind einfach ausgetrickst worden und wissen nicht, wie sie aus dem Schlamassel wieder rauskommen sollen. Wir haben menschenwürdige Lösungen gefordert, aber was wir durch die Hintertür bekommen haben, ist ein Mord an der Region, ausgelöst durch den Transit, den auch Sie, Frau Landesrat nicht stoppen können (oder wollen?). Ihnen sind die Mauteinnahmen der Asfinag um vieles wichtiger als die Gesundheit der Region. Sie treten unsere Menschenwürde mit Füssen.

Die vollständige Antwort von Herrn Sprintschnig
 

Eine grundsätzliche Stellungnahme „älteren Datums“:

(aus dem www „gefischt“ von Dr. Gerhard Sprintschnig)
Die steirische Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder (V) hat am Karfreitag ihre “Zielformulierungen” in Sachen Klimaschutz und Verkehr vorgestellt. Es gehe vor allem um drei Punkte – den Umstieg auf Fahrrad und die Fortbewegung per pedes zu fördern, die S-Bahn zu forcieren und mehr Fracht auf Schiene zu bringen einerseits, das entsprechende Know-how aus Forschung und Wissenschaft in Bezug auf Alternativenergie in wirtschaftliche Projekte umzusetzen und schließlich deutliche Akzente in der Energievermeidung zu setzen. “Es muss jedem klar sein, dass eine Umstellung der Fortbewegungsgewohnheiten sich auch auf die unmittelbare Lebensumgebung auswirkt”, so Verkehrslandesrätin Mag. Kristina Edlinger-Ploder.
 

Günther Abraham aus Unzmarkt entgegnet:

Frau LR Edlinger – Ploder hat in diesem Interview die vom Bürgermeister von Unzmarkt zum Schutz der Bevölkerung präsentierten Straßenbauvarianten als “irrational und illusorisch” bezeichnet.Anstatt ihren Parteikollegen in Mißkredit zu bringen, sollte sie froh sein, dass es in ihrer Partei noch jemanden gibt, der vor Ort den Bedürfnissen der Menschen Rechnung trägt und nicht mit Schlagworten einer imaginären Wirtschaft die letzte Lebensqualität der Murtaler zu Grabe trägt.

Die vollständige Antwort von Herrn Abraham
 

Gisa Abraham aus Unzmarkt entgegnet:

Frau Landesrätin irrt, wenn sie die Verantwortung der Asfinag zuschiebt mit den Worten.: “Wenn sie zur Meinung gelangt, das Projekt aufgrund des Widerstandes einzustellen oder zu verschieben, nehme ich das zur Kenntnis”. Diese Entscheidung liegt nicht bei der ASFINAG, sie liegt bei der Politik.
Einen grundsätzlichen Gedanken zum Abschluss: Wir als kleines Land im Herzen von Europa sollten wahrlich darauf achten nicht als reines Durchgangs- und Transitland zu verkommen, dessen einzige Bedeutung am Ende einer solchen Entwicklung es wäre, dem Warenverkehr von Nord nach Süd bzw. umgekehrt zu dienen.

Die vollständige Antwort von Frau Abraham
 
 
 

Ein Kommentar zu “Schlagabtausch Bürger gegen Politikerin”

  1. am 31. Juli 2008 um 20:39 1.Gerald Horn schrieb …

    Antwort auf den Bericht in der Kleinen Zeitung.

    Sg. Frau Edlinger!
    Wir haben Angst.
    Eine ganze Region hat Angst vor diesen sinnlosen Ausbau. Noch mehr Entsetzen breitet sich bei mir aus, wenn ich ihre Antworten im vorangegangenen Artikel lese. Ich bin mir nicht ganz bewußt, wie Sie als von uns gewählte Volksvertreterin so verantwortungslos und gegen einen Großteil der Bevölkerung agieren können. In Mariahof z.B. haben 88% der Wahlberechtigten gegen einen Ausbau dieser Sinnlos-Autobahn unterschrieben. Bitte nehmen Sie dies im fernen Graz zur Kenntnis.
    Gerald Horn
    Kassier BI Mariahof

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