Petition an den Herrn Bundespräsidenten

Ulrike, 12. Juli 2008 | Politik, Transit

Sehr geehrter Herr Bundespräsident!

Wie Sie vielleicht bereits erfahren haben, soll die gesamte Strecke von Judenburg nach Klagenfurt zu einer Schnellstraße mit Autobahncharakter ausgebaut werden. Erreicht wird damit eine kürzere Verbindung zwischen Wien und Klagenfurt – um 30 km gegenüber der A2 Südautobahn.

Es wird uns zwar von allen Seiten versichert, dass es dadurch zu keiner neuen Transitstrecke kommen wird, die Informationen, die von der Asfinag veröffentlicht werden, sprechen jedoch eine andere Sprache. Für den Abschnitt zwischen Klagenfurt und St.Veit werden uns für das Jahr 2025 47.000 KFZ pro 24 Stunden prognostiziert, 15.000 KFZ pro 24 Stunden mehr als ohne Ausbau.

Vor allem der Schwerverkehr, der zum jetzigen Zeitpunkt durch das LKW-Fahrverbot von Scheifling bis Dürnstein in der Steiermark sehr eingeschränkt ist, wird stark zunehmen. Eine Verkehrslawine aus Norden und Osten ist das sichere Ergebnis des Ausbauprojektes! Durch den direkten Anschluss an die A9 Pyhrnautobahn bietet sich insbesondere dem gesamten Verkehr aus dem Raum Linz und Wels, aus Tschechien, Polen, der Ukraine und dem Baltikum eine sehr attraktive Verbindung Richtung Süden.

Seitdem die gewaltigen Dimensionen des Projektes bekannt geworden sind, regt sich entlang der gesamten Strecke Widerstand in der betroffenen Bevölkerung;

vielerorts kommt es zur Gründung von überparteilichen Bürgerinitiativen. Auch in Maria Saal wurden besorgte Bürgerinnen und Bürger aktiv und gründeten die Bürgerinitiative Maria Saal gegen Transit – www.verkehrt.info

Wir setzen uns ein für:

  • den Stopp des Ausbauprojektes der S37/B317 zur Transit- und Durchgangsverkehrsstrecke
  • die Verbesserung der Sicherheit im Rahmen der bestehenden Fahrbahnbreite
  • die Einhaltung der Alpenkonvention, die den Ausbau weiterer hochrangiger Straßen im Alpenraum ablehnt

In Zeiten erhöhter Umweltbelastung und ständig steigender Energiepreise ist es unsinnig, weiterhin enorme Summen in den Ausbau von Schnellstraßen und Autobahnen zu investieren. Stattdessen muss alles darangesetzt werden, den Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern (siehe Schweiz).

Wir bitten Sie daher, sehr geehrter Herr Bundespräsident, unseren Widerstand gegen den Ausbau der S37 zu unterstützen. Weiters ersuchen wir Sie, Ihren Einfluss geltend zu machen und sich für zukunftsweisende Verkehrskonzepte einzusetzen.

Mit vorzüglicher Hochachtung

VERKEHRT – Bürgerinitiative Maria Saal gegen Transit
Maga. Ulrike Reiffenstein
DI Johann Voglgruber

 
 
 
lesen Sie hier die Antwort des Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer
 
 
 

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